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07.07.10 08:31 Alter: 60 days

Neue Gesundheitsreform abgelehnt

Kategorie: Bund

Von: Alexander Reinemann

Die VBD lehnt die neue Gesundheitsreform in ihrer jetzigen Form strikt ab. Wieder werden auf dem Rücken der Beitragszahlen die vielen überflüssigen Kassen bezuschusst. Wir fordern die Anzahl der Krankenkassen entschieden herunterzusetzen um damit die Verwaltungskosten, die jede Krankenkasse hat, zu sparen. Dies ist auch im Sinne der Versicherten.

Den gesetzlichen Krankenkassen werden im kommenden Jahr rund 11 Milliarden Euro fehlen. Dieses Geld soll mit verschiedenen Paketen reingeholt werden.

  • Beiträge steigen von 14,9 % auf 15,5%, wobei die Arbeitnehmerbeiträge von 7,9 auf 8,2% steigen und die Arbeitgeberbeiträge von 7 auf 7,3%. Der Arbeitgeberanteil wird festgeschrieben was bedeutet das Steigerungen der Beiträge nur noch die Versicherten direkt zu zahlen haben. Dies ist strikt abzulehnen.
  • Krankenkassen können ihre Zusatzbeiträge selbst festlegen, die Deckelung entfällt. Die Höhe der Beiträge wird vom Bundesversicherungsamt festgelegt und es soll einen Sozialausgleich für Bedürftige geben.

Gespart werden soll auch bei den Arzneimitteln. Dort sollen rund 2 Milliarden Euro eingespart werden. Krankenhäuser sollen 500 Millionen Euro weniger bekommen und die Krankenkassen sollen einen Sparbeitrag in Höhe von 300 Millionen Euro leisten.

Das Gesundheitssystem krankt, das merken wir alle. Über 25% der Deutschen sind 60 und älter und damit anfälliger. Bis 2050 steigt diese Zahl auf über 37%, sprich die Kosten werden ebenfalls steigen. Die erhöhte Lebenserwartung ist schön für die Bürger, doch schlecht fürs System, aber ändern lässt es sich nicht.

Ein weiterer Punkt sind die Kosten für innovative Medizin. Ständig werden neue Medikamente und Behandlungsmethoden entwickelt. Das kostet Geld – viel Geld. Zwar wird diese Entwicklung gewünscht, doch müssen die Kosten transparenter gehalten werden, damit die Unternehmen sich nicht einfach bei den Bürgern bedienen können wie es ihnen beliebt. Diese Selbstbedienungsmentalität ist auch bei den Kassen zu erkennen. 8,3 Milliarden Euro werden alleine für die Verwaltung ausgegeben, 53 Milliarden gehen auf Kosten der Krankenhäuser. Vielfach gibt es hier Doppel und Dreifachausstattungen mit teuren Geräten. Insgesamt gibt es rund 10-20 Milliarden Einsparreserven, die die notwendigen 11 Milliarden bringen könnten.

Ärzte bekommen Geld weil Kranke in die Praxen kommen. Das die Ärzte dann sagen, je mehr kommen desto besser, ist verständlich, aber unsinnig. Vielmehr sollten die Ärzte bezahlt werden, wenn sie jemanden Gesund gemacht haben oder einfach wenn die Menschen in seinem Einzugsgebiet gesund bleiben. Vielfach zahlen Krankenkassen lieber teure Medikamente als im Vorfeld vorzusorgen oder auch mal alternative Medizin zu zahlen.

Die VBD fordert eine radikale Änderung des Gesundheitssystems. Vielleicht sollte man einmal daran denken, ein staatliches System aufzubauen, bei dem die Ärtze beim Staat angestellt sind, und nicht mehr danach sehen, wie sie zu zahlende Patienten kommen. Einkauf von Medikamenten durch den Staat um dadurch die Kosten zu drücken. Es ist nicht einzusehen, das dieselben Medikamente hier in Deutschland teurer sind als in Portugal oder Spanien.

Die Gesundheit der Bürger in Deutschland ist uns alle wichtig, und wir zahlen auch gerne dafür. Doch wir lassen uns nicht ausnehmen. Die VBD steht dafür! Diskutieren sie im Forum dazu mit.


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Quelle DpolG NRW

Die Deutsche Polizeigewerkschaft DPolG NRW fordert...

Kat: Land Hessen
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